Eichenprozessionsspinner

Aus aktuellem Anlass weist die Gemeinde Hünfelden auf die derzeitige Gefährdung durch die Raupen des Eichenprozessionspinners, kurz EPS genannt, hin. 

Der Eichenprozessionsspinner tritt seit Mitte der 1990er Jahre verstärkt in Deutschland auf. Seine Larven ernähren sich von den Blättern der Eiche, so dass der EPS an verschiedenen Eichenarten zu finden ist. Bedenklich ist, dass der EPS die Gesundheit von Menschen gefährden kann. Durch seine sog. „Spiegelhaare“, die ab dem dritten Larvenstadium gebildet werden und das Nesselgift Thaumetopoein enthalten, können bei Kontakt Hautirritationen, Augenreizungen und Atembeschwerden auftreten.  

Die Raupen schlüpfen meist Ende April/Anfang Mai. Die ersten beiden Larvenstadien besitzen noch keine Brennhaare, insofern ist eine Gefährdung erst ab dem dritten Stadium gegeben. Die Raupen bilden nestartige Ansammlungen aus Blättern und Zweigen, in denen sie sich tagsüber aufhalten. Abends wandern sie in Form der namensgebenden Prozession zum Fressen in die Eichenkronen.  

Befallene Eichen innerorts oder nahe an Freizeiteinrichtungen, wie Grillplätzen, müssen daher regelmäßig von EPS befreit werden. Bekannte EPS-Standorte in der Gemeinde Hünfelden sind beispielweise die Turnfesteiche am Mensfelder Kopf oder Eichen nahe der Freizeitanlage in Ohren, darüber hinaus sind etliche weitere Standorte bekannt.  

Wer ist zuständig?

Es ist jeweils der Grundstückseigentümer für Bekämpfungsmaßnahmen verantwortlich. Die Gemeinde Hünfelden hat die ihr bekannten EPS-Standorte im Blick und veranlasst regelmäßig Bekämpfungsmaßnahmen. Garten- und Landschaftsbaufirmen oder Baumpflegefirmen haben das notwendige Know-how und Equipment, um diese Maßnahmen durchzuführen.  

Bitte melden!

Sollten Sie einen EPS-Befall an Eichen feststellen, bitten wir Sie, uns diesen zu melden. Bitte wenden Sie sich bei Befall auf öffentlichen Grünflächen oder im Straßenbereich an die Gemeinde Hünfelden, Fachbereich Bauen und Wohnen, per Email an: patricia.kremer@huenfelden.de oder telefonisch unter 06438-838307. Sie können auch eine Meldung über den landesweiten Mängelmelder vornehmen.

Bitte wenden Sie sich bei einem Befall im Wald an Revierförster Christian Mertens, Tel. 0151-10860687 oder per Email an: christian.mertens@forst.hessen.de.